Von Selena Regenfelder-Haas | Lebens- und Sozialberaterin, zertifizierte Messie-Fachberaterin in Wiener Neustadt
Du kommst nach Hause und weißt nicht mehr, wo du anfangen sollst. Stapel auf Stapel, volle Gänge, Dinge die niemand mehr braucht und trotzdem geht nichts weg. Deine Mutter oder dein Vater sieht das Problem einfach nicht. Oder vielleicht doch, aber kann trotzdem nicht aufhören.
Du bist wütend, hilflos, erschöpft. Und gleichzeitig liebst du diesen Menschen.
„Wenn dir das bekannt vorkommt ... du bist nicht allein."

Das Messie-Syndrom ist keine Faulheit und kein Desinteresse. Es ist eine psycho-emotionale Erkrankung. Menschen mit diesem Syndrom sind nicht in der Lage, Ordnung herzustellen und zu halten, auch wenn sie es tief in sich wollen. Hinter dem äußeren Chaos liegen oft:
Wichtig zu wissen: Gut zureden, Aufräumaktionen organisieren oder Druck machen funktioniert nicht und macht die Situation meistens schlimmer. Nicht weil dein Elternteil abweisend ist, sondern weil das Gehirn in einem echten Ausnahmezustand steckt.
In meiner Beratungsarbeit höre ich von Angehörigen immer wieder dieselben Sätze:
All das ist verständlich. Und all das darf sein.
Als Angehöriger trägst du eine Last, die viele Menschen von außen nicht sehen. Du machst dir Sorgen um die Gesundheit und Sicherheit deines Elternteils. Du versuchst zu helfen und stößt auf Widerstand. Du weißt nicht, wo die Grenze zwischen Fürsorge und Erschöpfung liegt.

Du kannst einen Menschen nicht verändern, der das gerade nicht kann. Das ist keine Niederlage, sonder die Realität des Messie-Syndroms. Wer das akzeptiert, schützt die eigene Energie.
Erzwungene Aufräumaktionen lösen beim Betroffenen starke Angstreaktionen aus. Ein ruhiges Gespräch ohne Vorwürfe öffnet eher eine Tür als jede gut gemeinte Entrümpelung.
Du hast das Recht, deinen eigenen Bereich zu schützen. Grenzen zu setzen ist keine Ablehnung, sondern Selbstfürsorge.
Auch Angehörige brauchen einen Raum, in dem sie sprechen können, ohne Ratschläge zu bekommen, ohne verurteilt zu werden. Fachliche Begleitung hilft, die Situation einzuordnen und neue Wege zu finden.

Wenn du merkst, dass …
… dann ist der Schritt zur Fachberatung sinnvoll. Nicht als letzter Ausweg, sondern als frühe Stärkung und Unterstützung.
Als zertifizierte Messie-Fachberaterin begleite ich Angehörige in Wiener Neustadt und Niederösterreich
Das erste Gespräch (30 Minuten) ist kostenlos.
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